Was ist ein VServer?

Ein „VServer“ ist ein virtueller Server und somit kein eigenständiges physikalisches System. Durch Virtualisierungslösungen werden sogenannte VPS (Virtual Private Server) simuliert, welche wiederum eine eigene Betriebssystem-Umgebung darstellen. Durch eine derartige Virtualisierung lassen sich auf einem einzelnen dedizierten Server mehrere virtuelle Maschinen installieren, die wiederum Autark und eigenständig laufen und durch den sogenannten Host gesteuert werden können.

Ein VServer kann somit als Zwischenprodukt von einem Shared Hosting Webspace und eigenen Root- bzw. Managed Servern gesehen werden.

Wie funktioniert ein VServer?

Der sogenannte Webhoster stellt einen physikalischen Server in ein Rechenzentrum, auf welchen er mittels verschiedener Virtualisierungslösungen einzelne VServer installiert. Auf dem sogenannten Host, also das eigentliche System, lassen sich so verschiedene virtuelle Server nebeneinander betreiben, ganz gleich welche Art von Linux Distribution oder gar Windows VServer. Diese Systeme sind wiederum so simuliert, dass sie einen eigenen SSH Zugang bzw. Administrationsoberfläche besitzen.

Der VServer teilt sich die Ressourcen mit dem Host aber auch den anderen virtuellen, installierten Maschinen. Der Administrator des zentralen Systems, kann entsprechend die Rechenleistung (CPU) aber auch den Festplattenspeicher (HDD) den jeweiligen VServern zuteilen.

Welche VServer Lösungen gibt es?

  • VMware
  • Virtuozzo
  • KVM
  • Xen
  • OpenVZ

Vorteil eines VServers

Bezogen auf einen Shared Hosting Webspace, bei dem sich oftmals hunderte von Kunden einen Webserver teilen, bietet ein eigener VServer einige Vorteile:

  • eigener SSH Zugang um eigene Applikationen zu installieren und zu konfigurieren
  • mehr Rechenleistung als bei einem Webhosting Paket
  • mehr Speicherplatz
  • eigene IP Adresse

Durch einen eigenen VServer ist man somit unabhängiger und flexibler in der Einrichtung seines Webspace. Gegenüber einen einzelnen dedizierten Server hat man den Vorteil, dass vorhandene Ressourcen besser und effektiver genutzt werden und ein VServer auch in der Miete günstiger ist.

Nachteile eines Root VServers

  • die Administration übernimmt der Kunden
  • man muss den VServer selbst konfigurieren & updaten
  • für Backups ist der Kunde verantwortlich
  • andere VServer können das zentrale System ggf. beeinträchtigen

Worauf bei einem VServer Anbieter-Vergleich achten?

  • Prüfen Sie die Rechenleistung (CPU), die Ihnen zur Verfügung gestellt, bestmöglich garantiert wird.
  • Prüfen Sie auch den Festplattenspeicher (HDD), der zur Verfügung gestellt, bestmöglich garantiert wird.
  • Erfragen Sie die Anzahl maximal gehosteter VServer auf einem System.
  • Ein Controlpanel zum Resetten, neu installieren oder auch Rescue System sollte vorhanden sein.
  • Erfragen Sie welche Backup-Möglichkeiten angeboten werden.
  • Gerade für VServer, die als Gameserver genutzt werden, ist die Anbindung und Ping-Zeit wesentlicher Bestandteil.
  • Wird das eigentliche System durch ein sogenanntes Raid-System gehostet? Dies schafft den Vorteil, dass die Platten redundant gesichert sind!
  • Besitzt der VServer eine Möglichkeit einer Oberfläche gleich Confixx oder Plesk, um die Einrichtung von Webspace, FTP, MySQL zu ermöglichen?
  • Ist der Serverstandort in Deutschland?
  • Welche Verfügbarkeiten für den Support (24/7/365) werden angeboten?
  • Wie erreichen Sie den Support bei Fragen (Chat, Telefon, E-Mail, Ticketsystem)?
  • Welche Kosten kommen auf Sie zu, sofern Sie technische Unterstützung benötigen?
  • Lesen Sie Kundenmeinungen im Internet.
  • Beachten Sie die Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen des Produkts.

VServer und SEO

Für die Suchmaschinenoptimierung bietet ein eigener VServer folgende Vorteile:

  • mehr Rechenleistung, dadurch bessere Ladezeiten als bei einem Shared Webspace
  • eigene IP Adresse
  • Bad Neighbourhood lässt sich vermeiden
  • SSH-Zugang, um den virtuellen Server nach Ihren Bedürfnissen und Wünschen zu konfigureren