Was ist Cloaking?

Cloaking (verhüllen, maskieren, tarnen) beschreibt eine HTML Technik in der „Black HatSuchmaschinenoptimierung (SEO), die dem Suchmaschinen-Bot andere Inhalte präsentiert als dem eigentlichen User.

Cloaking in einem Video erklärt


In diesem Video erklären wir den Begriff „Cloaking“

Infografik zum Thema Cloaking

Infografik Cloaking

Infografik zum Thema Cloaking

Warum Cloaking?

Das Ziel in dieser Optimierung ist die Verbesserung des Rankings in Suchmaschinen. Nutzer sollen andere Inhalte sehen als Suchmaschinen, so der Grundgedanke. Ein Onlineshop möchte seine Waren präsentieren und nicht mittels Fließtext und zahlreichen Keywords die Darstellung seiner Produkte in den Hintergrund bringen. Gerade Bilder, Videos oder Animationen sind schlecht auslesbar, aber ggf. für den Nutzer sinnvoll.

Welche Arten von Cloaking gibt es?

Es gibt zwei unterschiedliche Arten des Cloaking:

  • IP Cloaking: Webmaster arbeiten hier mit einer Liste von bekannten IP Adressen der Suchmaschinen-Crawler, d.h. hier wollen Sie gezielt diesen IP Adressen eine andere Variante Ihrer Website darstellen, als dem normalen Nutzer, der mittels dynamischer IP Adresse im Internet unterwegs ist. Die Techniken der Suchmaschinenanbieter entwickeln sich jedoch auch stetig weiter, so dass diese Technik nicht immer den gewünschten Effekt der Manipulation bekommt.
  • User Agent Cloaking: Ein User, der im Internet surft, macht dies mit Hilfe eines Browsers. Jeder Browser hat einen sogenannten User Agent, der sich wie folgt darstellen könnte: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1; Win64; x64; rv:64.0) Gecko/20100101 Firefox/64.0

Die Methode des User Agent Cloaking spielt sozusagen anhand der verschiedenen Agents auch verschiedene Informationen aus. Auch wenn diese Methode auf den ersten Blick sicher erscheint, so können auch Bots (z.B. der Google Bot) derartige Browser simulieren.

Was ist schlecht an Cloaking?

Cloaking beschreibt eine SPAM Methode aus dem SEO „Black Head“ Bereich und verletzt die Qualitätsrichtlinien von Suchmaschinen wie Google, Bing oder auch Yahoo. Der Einsatz ist verboten, da dem eigentlichen Nutzer Inhalte vorgetäuscht werden, was zu einem schlechten Nutzererlebnis (Unzufriedenheit) führt. Cloaking kann zu einer Abstrafung, Penalty, seitens Google führen und die Listung Ihre Website im Suchmaschinenindex somit gefährden.

Wie kann ich Cloaking feststellen?

In der Google Search Console haben Sie die Möglichkeit Ihre Website mit der Funktion „Abruf wie durch Googlebot“ abzurufen. So erkennen Sie, wie Google Ihre Website sieht und ggf. reagieren. Weiterhin versendet Google über die Search Console entsprechende Nachrichten an die Webmaster, falls eine gehackte Seite erkannt wurde.

Wie verhalte ich mich bei einer mobilen Webseite?

Vom Grundgedanken würden Sie in ein Problem laufen, wenn Sie von Ihrer eigentlichen Website eine mobile (abgespeckte) Variante anlegen, die nur für mobile Nutzer gebaut wurde. Achten Sie hier auf Ausweisung der mobilen Variante für den „Googlebot mobile“ um der Suchmaschine die verschiedenen Versionen Ihrer Homepage darzustellen.

Sind verschiedene Arten aufgrund Geodaten ein Risiko?

Oftmals wird auch der Einsatz von Geodaten, im Bezug auf Cloaking, verwechselt! Angenommen Sie sind Filialist und möchten Ihren Nutzern, aufgrund deren Geodaten, spezielle regionale Angebote zeigen, so wird dies nicht als Cloaking gesehen. Es ist daher also wichtig zu entscheiden, ob Sie den Nutzer täuschen wollen oder einen Mehrwert durch Relevanz bieten.

Cloaking in der Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Sofern der Einsatz von unterschiedlichen Inhalten für Ihre Nutzer wichtig ist, so sollten Sie in Ihrer SEO Maßnahme genau überlegen, ob dieser Schritt notwendig ist und welche Möglichkeiten Sie haben, im Interesse der User als auch Suchmaschinen zu handeln.

Googles Richtlinien zum Thema Cloaking: https://support.google.com/webmasters/answer/66355?hl=de

Searchengine Journal zum Thema Cloaking: https://www.searchenginejournal.com/seo-cloaking/7596/