Was ist negative SEO?

Negative SEO beschreibt Maßnahmen, die einer Website dahingehend schaden können, dass diese eine Verschlechterung Ihrer Rankings aufweisen oder gar völlig aus dem Suchmaschinenindex genommen werden. Die Handlung ist strafbar doch die Chance die Verantwortlichen zu identifizieren eher gering. Folgen daraus sind langfristige Einbußen in Traffic als auch dem daraus resultierenden Umsatz. Oftmals werden Techniken aus dem Black-Hat SEO verwendet, um gezielt einer Website oder einem Online Shop zu schaden.

Negative SEO in einem Video erklärt


In diesem Video erklären wir dir Beispiele von negativer SEO

Infografik zu negative SEO

Negative-SEO Infografik

Infografik zu Negative SEO

Negative SEO und die rechtliche Grundlage

Der Einsatz von negative SEO bewegt sich um Grey bzw. Black-Hat SEO und kann strafrechtliche Konsequenzen mit sich ziehen. Hohe Geldstrafen bis zu einem Gang ins Gefängnis sind nicht auszuschließen! Umsatzeinbußen, welche entstehen und nachgewiesen werden können, führen zu einer zivilrechtlichen Klage und Schadensersatzansprüchen gegenüber dem Täter. Leider ist es nicht leicht Täter zu finden, da sich diese durch Proxies und anderen Methoden meist anonym im Internet bewegen können.

Techniken in der negativen SEO

Grundsätzlich verstoßen diese Techniken, die im negative SEO zum Einsatz kommen, gegen die Google Richtlinien:

  • SPAM Links
    Ein quantitativer Aufbau von unrelevanten Links, meist mit einem harten Anchor Text führen zu SPAM Signalen gegenüber dem Google Pingiun, diese werden meist automatisiert gesetzt und verweisen meist auf selbes Linkziel. Arten von eingehenden Links können Blog Kommentare, Linkfarmen, Webkataloge, Foren oder Profillinks, aber auch Links von Bad Neighbourhoud PPP Seiten sein, z.b. Porn, Pill und Poker. Meist werden Links auf völlig unrelevanten Seiten gesetzt die ggf. auch noch aus einem anderen Sprachraum sind.
  • Fake Link Removal Request
    Diese Technik beschreibt, dass die Backlinkquellen einer Website analysiert werden, die dem Angriff unterliegen soll. Hier werden dann durch gefakte Nachrichten die Webmaster dazu aufgefordert, die Verlinkung zur Seite zu entfernen.
  • Duplicate Content
    Durch das Kopieren vorhandener Texte und Wiederverwertung dieser mit entsprechender Vervielfältigung auf Websites Dritter, kann ebenfalls SPAM Signale auslösen
  • Rufschädigung
    Hier können verschiedene Methoden eingesetzt werden, sei es schlechte Bewertungen in entsprechende Bewertungsportale zu veröffentlichen oder gesteigerte Suchanfragen zum Brand in Kombination mit „Betrug“ „liefert nicht“ oder dergleichen um diese wiederum in der Google Autovervollständigung auszuspielen.
  • Hacking
    Sei es das Hacking der Website um einen Schadcode zu implementieren, den Quellcode mittels noindex oder nofollow zu verändern oder die Veränderung der robots.txt um die Indexierung zu verändern.
  • DDOS
    Mittels DDOS Attacken den Server entsprechend zu attackieren. DDOS sind zahlreiche kleine Datenpakete, die eine hohe Auslastung auf den Server erzeugen und diesen somit in die Knie zwingen können, wodurch die Website oder der Online Shop schlecht erreichbar wird.
  • Bots
    Durch Einsatz von Bots wird versucht ein schlechtes Nutzererlebnis einer Website hervorzurufen. Dabei werden Suchen generiert, die eine entsprechende Zielseite anklicken und sich wiederum von dieser entfernen. Das Desinteresse wird seitens Google als negatives Signal wahrgenommen.
  • Redirect einer abgestraften Domain
    Websites die bereits einer Google Penalty unterliegen, werden per 301 Weiterleitung auf die Zielseite weitergeleitet, dies kann zu einem negativen Signal führen.

In vielen Fällen ist Google in der Erkennung von negative SEO deutlich besser geworden, sofern eine Website beispielsweise gehackt wurde, so wird der Webmaster mittels der Google Search Console entsprechend informiert. Auch Duplicate Content wird immer besser verstanden, daher ist die heute am weit verbreitetste Methode im negative SEO das Setzen von zahlreichen SPAM Links.

Funktioniert negatives SEO?

Experten sind sich dahingehend uneinig ob negative SEO funktioniert. Auch wenn nach Googles Aussagen keinerlei Gefahr besteht, so gibt es doch Beispiele die aufgrund negative SEO an Sichtbarkeit verloren haben. Gerade neue Websites oder kleine Webseiten die noch wenig Backlinks aufweisen, ihr Vertrauen bei Google erst aufbauen müssen, können schneller manipuliert werden als große Authority Domains, die sich bereits eine Marke aufgebaut haben, zahlreiche Backlinks besitzen und positive Signale durch die Nutzer entsenden.

Beispiel von negative SEO

Im Jahr 2011 unterlag der Online Shop Holzspielzeug-Discount einer negativen SEO durch einen unbekannten Erpresser. Durch zahlreiche Backlinks mittels harter Anchor Texte „Viagra“, „Porno“ oder dergleichen und über 500 Nutzerprofilen aus Foren, die wiederum auf den Shop verlinkten, verlor der Shop deutlich an seiner Sichtbarkeit im Google Index, was zur Folge von Umsatzeinbußen bis 75% hatte!

Wie negative SEO erkennen?

Auch wenn Google behauptet, dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt, so sollten Sie in Intervallen wichtige KPI wie Ihre Sichtbarkeit, die Domainpopularität sowie Linkpopularität in Ihrem Backlinkprofil prüfen! Durch die Google Search Console lassen sich neue Links kontrollieren, aber auch professionelle Backlink Tools melden durch deren Crawler neu gefundene Backlinks Ihrer Seite automatisiert. Negative SEO entfaltet sich nicht gleich, da die gesetzten Links auch erst indexiert werden müssen.

Was gegen negative SEO tun?

Durch ein professionelles Link Monitoring erkennen Sie in den meisten Fällen eine Attacke durch negative SEO. Es gilt dann die gesetzten Backlinks durch deren Webmaster entfernen zu lassen, d.h. anschreiben und um Entfernung des Links bitten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, durch das Google Disavow Tool die gefundenen Backlinks zu entwerten.

Sollten im Link Monitoring keine Auffälligkeiten sein und innerhalb der Google Search Console keine Nachricht zu Unstimmigkeiten vorliegen, so prüfen Sie ausgehend Ihrer robots.txt die URLs welche im Ranking verloren haben, ggf. finden Sie hier Hinweise auf noindex/nofollow.

Fazit

Unabhängig strafrechtlicher Folgen ist Negative SEO moralisch absolut verwerflich! Ein professioneller Suchmaschinenoptimierer bietet derartige Dienstleistung für Kunden nicht an und weiß seine eigenen Kunden dahingehend zu schützen. Negative SEO lohnt sich nicht! Investieren Sie lieber Ihre Zeit und Geld in eine professionelle Suchmaschinenoptimierung, tollen Content, einer ansprechenden Homepage oder Online Shop und runden Sie dies mit einer Offpage Optimierung ab.